Chromis Viridis – Grünes Schwalbenschwänzchen

Chromis Viridis - Grünes Schwalbenschwänzchen

Chromis Viridis

Körpergröße: 8 cm
Beckengröße: ab 250 Liter
Schwierigkeit: mittel
Temperatur: 22°C-28°C
Lebensdauer: 5-6 Jahre

Die Gattung der Chromis ist wohl die artenreichste Riffbarschgattung überhaupt. Besonderer Beliebtheit erfreut sich hierbei der Chromis viridis. Dieser Fisch wird im Deutschen oft als grünes Schwalbenschänzchen angepriesen und gehört dank seiner schillernden Farben und dem schönen Schwarmverhalten zu den beliebtesten Aquarienfischen überhaupt.

 

AUSSEHEN

Der Chromis viridis ist ein relativ kleiner Fisch, der durch seine gleichmäßige, schimmernd-grüne Färbung besticht. Die Männchen können eine schimmernde blaue Färbung auf der Stirn aufweisen. Chromis viridis kann leicht mit Chromis atripectoralis verwechselt werden, wobei letzterer einen schwarzen Fleck am Ansatz der Brustflosse hat. Dieser Fisch wird 7-8cm groß, wächst aber recht langsam.

 

NATÜRLICHER LEBENSRAUM

 

Lebensraum Chromis ViridisDas Verbreitungsgebiet dieses Fisches erstreckt sich von der Ostküste Afrikas,  über Australien und die Ryukyu-Inseln bis in den Pazifik. Dort lebt er in großen Verbänden an Korallenriffen, meist über großen Acropora-Stöcken, die er als Versteck nutzt. Man findet ihn hauptsächlich in flachen Lagunen bis 12m Tiefe.

 

FUTTER

Dieser Fisch ernährt sich in der Natur von Zooplankton, was man im Aquarium nicht nachbilden kann. Es empfiehlt sich daher eine Fütterung mit feinem, fleischigem Futter, z.B. Bosmiden und Cyclops, aber auch Frostfutter und zerriebenes Flockenfutter.

Wichtig: Dieser Fisch ist ein Dauerfresser. Das heißt, dass er am besten 4-5-mal täglich kleine Mengen gefüttert bekommen sollte. Wird er nur regulär mit den anderen Fischen gefüttert, kommt es zu Streitigkeiten zwischen den Fischen im Schwarm, was der kleinste Fisch meistens nicht überlebt. Abhilfe kann hier ein Futterautomat schaffen, der stündlich kleinste Mengen an Futter ins Aquarium gibt.

 

Schwarm Chromis Viridis

Ein Schwarm von Chromis über Acropora-Korallen

 

HALTUNG

Chromis viridis ist ein Schwarmfisch und wird daher am besten in kleinen Gruppen gehalten. Es ist wunderschön anzusehen, wie der Schwarm jeden Morgen neu zusammenfindet und dann den Tag über zusammen seine Runden dreht.  Hierbei ist es wichtig auf die Futtergewohnheiten zu achten. Kann eine mind. Viermalige Fütterung nicht gewährleistet werden, am besten nur als Paar halten, da die Fische bei zu wenig Futter die Schwächsten der Gruppe umbringen bis irgendwann nur noch ein Fisch übrig ist.

Das Aquarium sollte lockere Steinaufbauten bieten, aber auch viel Schwimmraum. Optimaler Weise auch Acroporakorallen über!! (nicht neben) denen die Fische schwimmen können.

 

VERHALTEN

Für einen Riffbarsch ist Chromis viridis sehr zurückhaltend anderen Fische gegenüber und kann deshalb gut in kleinen Gruppen gehalten werden. Als Schwarmfisch wird tagsüber in losen Gruppen durch das Becken schwimmen. Abends sucht sich jeder Fisch seine einzelne Schlafhöhle im Riffaufbau. Jeden Morgen findet sich der Schwarm dann wieder zusammen und zieht gemeinsam durchs Becken. Sehr lebhafter Fisch, der viel Zeit im Freiwasser verbringt und dadurch auch andere Fische animiert, aus ihren Verstecken zu kommen.

 

Bei Gefahr wird ein Versteck zwischen den Korallen gesucht

Bei Gefahr wird ein Versteck zwischen den Korallen gesucht

 

BESONDERHEITEN

Einzelne Fische können vor Schreck versehentlich aus dem Becken springen, also Becken abdecken.

Es kann auch im Aquarium gelegentlich zur Fortpflanzung kommen. Dabei wird sich ein Männchen gleichzeitig mit mehreren Weibchen paaren. Sobald sie einen geeigneten Ort gefunden haben (oft die Glasscheibe) wird das Männchen die Weibchen der Reihe nach zum Ablaichplatz führen und dort die Eier befruchten. Das Männchen wird dann die Eier beschützen, bis sie ca. 3 Tage später schlüpfen. In einem Gesellschaftsaquarium werden die kleinen dann aber leider oft sofort Teil der Nahrungskette.

 

Titelbild von Manuel Almeida, CC-BYBild von Paul Asman und Jill Lenoble, CC-BYBild von Paul Asman und Jill Lenoble, CC-BY