Was für Meerwasser-Aquarien gibt es?

Die Welt der Meerwasseraquarien ist groß und kunterbunt. Und es gibt die unterschiedlichsten Arten von Fischen, Korallen und anderen Lebewesen.

Hier habe ich dir einen kleinen Überblick über die unterschiedlichen Arten von Meerwasseraquarien erstellt. Damit du gleich von Anfang an ein Bild hast, wie prächtig verschiedene Becken aussehen können und welches Becken dir am besten gefällt.

Wie du vielleicht schon gelesen hast, hat jeder Mensch einen bestimmten Meerwasser-Typ. Er bevorzugt bestimmte Fische und Korallen und ist mehr oder weniger intensiv in sein Aquarium involviert.

Zu jedem Typ passen bestimmte Aquarien besser als andere. Ein Meerwasser-Minimalist zum Beispiel sollte sich kein Steinkorallenaquarium einrichten – es würde sonst nur trübe vor sich hindümpeln und nie zu voller Farbenpracht kommen. Falls du deinen Typ noch nicht kennst, kannst du ihn hier herausfinden.

Aber nun zu den unterschiedlichen Meerwasseraquarien-Arten:

 

Das Fish-Only Aquarium

Wie der Name schon sagt, liegt das Hauptaugenmerk bei diesen Aquarien ganz klar auf seinen schwimmenden Bewohnern. Da das Aquarium keinerlei lebende Korallen beinhaltet, ist es relativ pflegeleicht und verzeiht Ungenauigkeiten recht großzügig.

Es ermöglicht aber vor allem das Halten von Fischen, die sonst gerne an den Korallen picken, wie zum Beispiel den unglaublich schönen Kaiserfischen.

Man darf das Becken natürlich auch mit niederen Tieren wie Krebsen und Garnelen besetzen.Der Name verdeutlicht eigentlich nur, dass es hier keine Korallen gibt.

Wer neben dem recht farblosen Riffgestein doch ein paar farbige Akzente setzen möchte, greift zu bunten Plastik-Immitaten. Am schönsten wirken die Fish-Only-Becken aber meiner Meinung nach mit viel Schwimmraum und dem vollen Fokus auf prachtvollen Fischen.

 

Fish-Only-Aquarium

 

Das Weichkorallen-Aquarium

Weichkorallenaquarien waren früher die Regel in der Heimaquaristik, da die Technik noch nicht weit genug entwickelt war, um das Halten von Steinkorallen zu ermöglichen. Weichkorallen brauchen nämlich nur verhältnismäßig schwaches Licht und geben sich auch mit nährstoffreicherem (sprich dreckigerem) Wasser zufrieden.

Deshalb sind Weichkorallen auch relativ anfängerfreundlich.

Weichkorallen besitzen im Gegensatz zu Steinkorallen kein festes Kalkskelett und wirken dadurch lebendiger und organischer. Sie wiegen sich seicht im Wasser und man kann ihren kleinen Ästen beim pulsieren zusehen. Auf Grund der recht einheitlichen Färbung sind reine Weichkorallenbecken heutzutage allerdings eher selten und Weichkorallen werden meistens in gemischten Riffaquarien zusammen mit anderen Korallen gehalten.

 

Weichkorallen-Aquarium

 

Das Steinkorallen-Aquarium

Diese Art von Aquarium erinnern an bunte Fantasielandschaften unter Wasser.

Die kleinen Korallen-Polypen ernähren sich vom Licht deines Aquariums und produzieren im Laufe der Zeit unter sich ein Gerüst aus Kalk. Durch die feinen Verästelungen der Kalkskelette entsteht mit der Zeit auf deinen Steinen ein echtes Korallenriff, wie es im Buche steht. Zudem leuchten die Polypen unter dem richtigen Licht in allen erdenklichen Farben.

Oft fallen die Fische hier auf den ersten Blick gar nicht mehr so auf und es stehen eindeutig die Korallen im Vordergrund.

Die guten SPS und LPS (so heißen Steinkorallen im Fachjargon) brauchen aber sehr intensives Licht und absolut reines Wasser. Außerdem müssen gewisse Stoffe ständig nachdosiert werden, um den Aufbau der Kalkskelette zu ermöglichen.

Kurzum: Ein Steinkorallenaquarium ist eine Augenweide, ist aber deutlich aufwändiger. Wenn dich das nicht abschreckt,  solltest du dir unbedingt ein mal meinen Korallen-Guide ansehen. Außerdem findest du auch eine Übersicht schöner Anfängerkorallen für LPS Korallen und SPS Korallen .

 

Steinkorallen-Aquarium

 

Das gemischte Riff

Häufig werden die einzelnen Korallenarten nicht separat gehalten, sondern man möchte einen schönen Mix aus, Steinen, Fischen, Weich- und Steinkorallen.

Je nach Erfahrung kann man hier eine tolle Unterwasserwelt gestalten, die den echten Korallenriffen am nähsten kommen. Die Basis bilden bewegliche Weichkorallen, diesich in der Strömung wiegen. Lichtungrige Steinkorallen werden als farbige Akzente eingesetzt.

Vielleicht kannst du auf dem Bild unten ja schon erkennen, was Weich- und was Steinkorallen sind.

Da hier allerdings Lebewesen mit teils völlig unterschiedlichen Ansprüchen aufeinandertreffen, ist es um so wichtiger sich genau vorher zu informieren und zu sehen, dass sich auch alle Tiere untereinander vertragen.

Auch hierfür lege ich dir wärmstens meinen Korallen-Guide ans Herz, in dem ich die besonderen Bedürfnisse der verschiedenen Korallen erkläre.

 

Gemischtes Riff

 

Das Nano Aquarium

Das Nano Auquarium ist eine ganz spezielle Form eines Meerwasserbeckens. Die Aquarien hierfür sind lediglich 10-150 Liter groß und meist würfelförmig. Hier wird auf kleinstem Raum eine „Bonsai-Unterwasserwelt“ geschaffen.

Das passt selbst in die kleinste Studentenbude und sieht noch dazu sehr schick aus.

Aber: Auf Fische muss aus Platzgründen beim Nanoaquarium verzichtet werden – alles andere wäre wirklich Tierquälerei.

Allerhöchstens ein Paar Clownfische in einem 150Liter Becken ist gerade noch vertretbar. Aber eigentlich findet man in Nano-Becken nur Garnelen, Krebse und Korallen.

Wenn du dich für ein Nano-Becken interessierst, findest du in meinem ausführlichen Nano-Aquarien-Artikel noch viele weitere Informationen.

 

Nano Aquarium

 

Das oben gezeigte Aquarien-Bett gibt es zu kaufen bei FurnitureLandSouth

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